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Evaluation von Coaching - Teil 2: Was zeichnet gutes Coaching aus?

Die vierteilige Blogserie „Evaluation von Coaching“ klärt, wie Coaching als Instrument der Personalentwicklung evaluiert werden kann und welche Risiken zu beachten sind.



Die vier Teile der Blog-Serie sind:


1. Was ist Coaching?

2. Was zeichnet gutes Coaching aus?

3. Evaluation von Coaching: Theorie

4. Evaluation von Coaching: Praxis


In dem ersten Teil „Was ist Coaching?“ ging es um den Ursprung, Definition sowie Methoden und Ziele von Coaching. In dieser Fortsetzung lesen Sie, was gutes Coaching auszeichnet.


Für die Personalentwicklung ist es wichtig sich an Qualitätskriterien orientieren zu können, um die richtige Wahl einer/s Coaches zu treffen. Bislang haben sich erst wenige Untersuchungen mit den Qualitätskriterien im Coaching auseinandergesetzt.

Es gibt verschiedene Qualitätsdimensionen, die als Anforderung an Coaches gestellt werden können: Struktur-, Prozess-, Ergebnis- und Beziehungsqualität.


Strukturqualität

Diese Qualitätsdimension befasst sich mit den Rahmenbedingungen, den Weiterbildungen, Setting sowie den Anforderungen an Coaches.

Zu diesen zählen konkret Coaching-Erfahrungen, Spezialisierung, Feldkompetenz, betriebswirtschaftliche Kenntnisse, Erfahrungen, psychologische Kenntnisse sowie eigene Führungserfahrungen. Eine gute Strukturqualität ist nur dann möglich, wenn Klient:innen das Coaching freiwillig wünschen und veränderungsbereit sind.


Prozessqualität

Um die Qualität der Coaching-Prozesse zu überprüfen liegt der Fokus dieser Dimension auf inhaltlichen Aspekten, die bei der Durchführung eines Coachings eine wesentliche Rolle spielen. Zu diesen Aspekten gehören bspw. die Diagnostik als Ausgangspunkt eines jeden Coachingsprozesses, die Inhalte des Erstgesprächs, die Problempräzision, das Aufzeigen der Grenzen von Coaching sowie die Transparenz der Vorgehensweise und Methoden. Ein weiterer Punkt der zur Prozessqualität zählt ist die Dauer des Coachings.


Ergebnisqualität

Die dritte Qualitätsdimension ist die Ergebnisqualität, die die subjektive Zufriedenheit umfasst. Diese Dimension behandelt Themen wie die Wirkung von Coaching, dem Transfer von Coaching-Ergebnissen sowie mögliche negative Effekte. Bei der Überprüfung dieser Qualität kann ein Vorher-Nachher-Vergleich Aufschluss über den Erfolg geben.


Beziehungsqualität

Die vierte Dimension konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Coach und Coachee, die für ein erfolgreiches Coaching essenziell ist. Die Beziehungsqualität bezieht sich auf die Kompetenzen von Coaches sowie deren Lernverhalten, Reflexion und ihrem Management von Coaching-Prozessen.

Ob sich in diesem Zusammenhang Coach und Coachee ähneln müssen lesen Sie hier und warum wir Schwarze Coaches brauchen hier.


Fazit

Coachings müssen ebenso wie Weiterbildungen und Trainings evaluiert werden, um die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit zu kontrollieren. Ein Coaching, welches zu dem beratungsorientierten Ansatz der Personalentwicklung zählt, ist komplex und sehr individuell, was eine Evaluation erschwert. Die vier Qualitätsdimensionen, welche die Struktur-, Beziehungs-, Prozess- und Ergebnisqualität umfassen, sind ein Ansatz, die Anforderungen an Coaches zu formulieren und einer Evaluation zu Grunde zu legen.

Mehr zu mir und Empowerment Coaching erfahren Sie hier.

Quellen bei der Autorin.

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